Perigraphien. Europas Ränder – Europas Mitte

von Lothar Quinkenstein, Lisa Palmes, Marcin Piekoszewski

Mehrsprachigkeit und eine Vielfalt der Identitätsfacetten gelten als Maßstab für ein europäisches Denken. Eine Kultur, die von ebendiesen Phänomenen geprägt war, hatte sich in einzigartiger Weise in den Landschaften Mitteleuropas herausgebildet, die durch den Zweiten Weltkrieg und die Shoah verwüstet wurden und nach 1945 – im Einflussbereich der Sowjetunion – tief greifende gedächtnispolitische

Reise in Westpolen

von Matthias Kneip

Nach seinen Büchern „Polenreise“ (2007) und „Reise in Ostpolen“ (2011) reist der Schriftsteller und Publizist Matthias Kneip erneut nach Polen, diesmal in den Westen des Landes. Von Kołobrzeg im Norden Richtung Wałbrzych im Süden nimmt er den Leser mit auf eine Reise durch eine Region, die ebenso von deutscher wie polnischer Geschichte geprägt wurde. In poetischen Essays

Polnisches Berlin. Stadtführer

von Robert Traba, Malgorzata A. Quinkenstein (Hg.)

Ein anderes Berlin entdecken – das kann man mit dem Stadtführer »Polnisches Berlin«. Denn die heute fast 100.000 Menschen umfassende polnischsprachige Gemeinschaft des heutigen Berlin trägt mit ihren Arbeitskräften, Unternehmern, Forscherinnen und Kulturschaffenden Einiges zur Lebendigkeit der deutschen Hauptstadt bei. Dennoch sind viele Spuren in der langen deutsch-polnischen Geschichte Berlins in Vergessenheit geraten.

Die große Angst

von Marcin Zaremba

Rotarmisten, bestechliche Milizionäre, Deserteure, Banditen, Hunderttausende Kriegsversehrte, Waisen und Bettler. Sie prägten das Bild Nachkriegspolens. Marcin Zaremba nimmt den Leser mit auf die schockierende Reise in eine Zeit, die aus der Erinnerung nicht nur der Polen verschwunden ist – in ein durch den Krieg entvölkertes Land der Angst, Armut und Unsicherheit. Die Große Angst ist die Geschichte

Kronos

von Witold Gombrowicz

„Kronos‘ macht uns Gombrowicz noch einmal viel wilder, als wir je geahnt haben.“ Olaf Kühl

Neben seinem berühmten „Tagebuch“, das von Anfang an zur Veröffentlichung bestimmt war, hat Witold Gombrowicz jahrelang geheime Aufzeichnungen geführt. Darin notiert er ungeschönt Krankheiten, Geldsummen, sexuelle Kontakte mit Frauen und Männern, die Arbeit an literarischen Werken, persönliche Begegnungen und Reisen. In „Kronos“

Der schwarze Garten

von Małgorzata Szejnert

Małgorzata Szejnert erzählt die Geschichte der oberschlesischen Bergarbeitersiedlungen Gieschewald/Giszowiec und Nikischschacht/Nikiszowiec. Sie wurden ab 1907 nach den Plänen der Architekten Georg und Emil Zillmann aus Berlin errichtet. Von den Konflikten zwischen Deutschen und Polen, die sich in Oberschlesien so radikal zuspitzten wie kaum anderswo, blieben sie nicht verschont.

Der Autorin gelingt es, anhand von genau beschriebenen Details