Berliner Perspektiven: Michał Książek / Esther Kinsky

17.05.2019 | 19:00 Uhr | Polnisch & Deutsch | Eintritt frei | Veranstaltungsreihe: Berliner Perspektiven: Neue Polnische Bücher im Gespräch 

„An der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine schlängelt sich die Straße 816 durch die unberührte Flusslandschaft des Bugs. […] Die wenigen Menschen, die Michał Książek trifft, haben das Leben gesehen, sie tragen die Erinnerungen in sich, ob jung oder alt. Seit Jahrhunderten ist dies ein Grenzgebiet verschiedener Ethnien, Konfessionen und Kulturen. Katholische Polen, orthodoxe Ukrainer, deutsche Vernichtungslager, Sobibór lag gleich an der 816, und auch Treblinka war nicht weit weg. […] »Straße 816« ist ein Buch über das Schauen, Riechen und Hören.“ (S.Fischer Verlag)

„Eine Landschaft an der Grenze zwischen Stadt und Land, bevölkert von aus ihren Ordnungen gefallenen Menschen, wie sie das wahre Leben am Rande jeder Metropole prägen. In neun Etappen eines Spaziergangs in der Gegend um den River Lea vor London verfolgt Esther Kinsky die sich überlagernden Spuren persönlicher Geschichte und urbaner Historie dieser Flusslandschaft und nutzt die Wildnis des Marschlands als Freiraum für Erinnerung und Reflexion. […] »Am Fluss« ist ein Buch über das Sehen, über Erkenntnis durch Betrachtung.“ (Matthes&Seitz Verlag)

Ein Gespräch mit Michał Książek und Esther Kinsky.

Moderation: Marcin Piekoszewski.

Das Gespräch findet auf Deutsch und Polnisch statt und wird simultan gedolmetscht.

Wir bitten um eine Kopfhörerreservierung unter info(at)buchbund.de

Michal Ksiazek, geb. 1978, ist Kulturwissenschaftler, Ornithologe, er schreibt Reportagen und Gedichte. Sein Buch »Jakutien, Wörterbuch eines Ortes« (2013) war für den Gdynia-Preis nominiert, sein Gedichtband »Wissenschaft von den Vögeln« (2014) wurde mit dem Silesius-Preis für Lyrik ausgezeichnet, und für seine Reisereportage »Straße 816« (2015) erhielt er im September 2016 den Gdynia-Preis in der Kategorie Essayistik. Ksiazek lebt in Warschau und im Urwald von Bialowieza.

Esther Kinsky wurde 1956 in Engelskirchen geboren und lebt in Berlin. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa, wurde sie vielfach ausgezeichnet. Für Ihren zuletzt erschienen Geländeroman „Hain“ erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2018.

Inhaltliche Konzeption:
Marcin Piekoszewski (buch|bund), Martin Brand (Trialog e.V.)

Organisation und Durchführung:
Marcin Piekoszewski (buch|bund), Lisa Palmes (Übersetzerin),  Martin Brand (Trialog e.V.)
Trialog e.V. Lisa Palmes logo_buchbund
Förderer und Partner:
Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin
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